[Neuer Lesestoff] Überraschende Bücher zum Geburtstag

f3614229-774e-436b-8fb6-3ba2546f03e4Zum Geburtstag bin ich sowohl dank Wunschzettel als auch überraschend reichlich mit Lesestoff bedacht worden – und wieder vieeeeel Material, von dem ich gar nicht weiß, wann ich es hier im Blog besprechen kann. Aber trotzdem, ich habe mich sehr gefreut.

Auf meinen Stapel haben sich dazu gesellt:

Wolf Haas – Auferstehung der Toten (Rowohl Taschenbuchverlag)
Ein amerikanisches Touristenehepaar wird tiefgefroren im Sessellift gefunden, tot natürlich..Ein Krimi aus Zell am See, den ich mir vermutlich nicht selbst gekauft hätte, aber die Beschreibung liest sich schon mal gut, ich mag langsame Provinzler, die Ermittler zur Verzweiflung treiben. Ein Geschenk von meiner österreichischen Mitbewohnerin.

Haruki Murakami – 1Q84 (Vintage Books, London)
Mutters patenter Buchhändler hat die Trilogie auf Englisch bestellt, was mir aber recht ist, die englische Übersetzung soll sowieso besser sein, bei ZON meinte ein Kommentator, dass die deutsche Übersetzung sich auf Rosamunde Pilcher-Niveau bewege. Das kann ich freilich nicht beurteilen, da ich noch keine Pilcher-Romane gelesen habe (man soll ja auch niemals nie sagen) und ich habe keine sechs Jahre Zeit erst schnell japanisch auf Literaturniveau zu lernen

Robert Harris – Fatherland (Arrow Books, London)
Ich bin gespannt und mir gefällt das Cover ausnehmen gut, die Verfilmung mit Rutger Hauer (obwohl es böse ist, er sieht in der Uniform unglaublich gut aus) sollte ich mir auch mal wieder zu Gemüte führen.

Ransom Riggs – Miss Peregrine’s Home For Peculiar Children (Quirk Books, Philadelphia)
Wieso, weshalb und warum der patente Buchhändler meiner Mutter dieses Buch unterjubelte, konnte sie mir nicht erklären. (Zitat: „Das Buch hast Du Dir aber nicht gewünscht, oder?“)

Damit ich jeweils drei Bücher bekomme? Weil es irgendwie angesagt ist und es einen Film dazu gibt? Weil der patente Buchhändler nicht nur patent, sondern auch geschäftstüchtig ist?  Fragen über Fragen, aber einem geschenkten Gaul schaut man bekannterweise nicht ins Maul. Ich habe auch keine richtige Ahnung, worum es überhaupt geht…außer um ein Heim für besondere Kinder und auf dem Cover schwebt ein Mädchen über dem Boden. Ich werde es herausfinden und freue mich über die Überraschung.

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Neuer alter Lesestoff (Juni 2016)

Weil ich beim Einkaufen noch etwas vergessen hatte, musste ich erneut am Trödelladen in der Straße vorbei und konnte diesmal dem Lockruf der alten Bücher nicht widerstehen, die in der Ladeneinfahrt zur Mitnahme standen. Die Auswahl bestand zumeist aus Ganghofer-Romanen, Pearl S. Buck, einem Eheberatungsbuch von 1965, verfasst von einem Gynäkologen und einem Juristen, Die Kleine Miss von einer Frances Burnett und anderen Büchern, auf die ich aber keinen so genauen Blick warf.

Die Ganghoferbücher hatten es mir am meisten angetan – ich mag Frakturschrift und ich stamme aus einer Jägerfamilie. Ich glaube zumindest, dass ich in der Büchersammlung meines Opas mal ein oder zwei Blicke in Ganghofer-Romane geworfen hatte und mir die blumigen Schilderungen gefielen.

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Hier gab es nun mehrere und mir gefiel der Einband von Das Schweigen im Walde (30er oder 40er Jahre?) am besten, in Jagdgrün, auf eine goldene Dame auf einer Art Einhornreh prangte.

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Dann fiel mein Blick noch auf einen weiteren schönen Umschlag, der zu einem Werk namens Lichtenstein von Wilhelm Hauff gehörte, dem Umschlagtext zufolge ein romantischer Ritterroman, allerdings „für den modernen Lesergeschmack“ (von 1949) hergerichtet. Naja, schade eigentlich. Nach einigem Hin- und Herüberlegen beschloss ich dann, dass diese beiden Bücher mit zu mir nach Hause sollte, auch schon aus rein dekorativen Gründen. Lesen werde ich sie natürlich auch.

 

 

Beides fällt wohl unter das Thema Romantik und Heimatliteratur, aber das muss ja nicht prinzipiell was schlechtes sein – ich habe auch dank der umfassenden Bibliothek meines Großvater leidenschaftlich gerne Karl May gelesen.